Eichen-Prozessionsspinner

Raupen mit den gefährlichen Haaren

Jahr für Jahr haben wir einen sehr lästigen Gast an unseren Eichen: Den Prozessionsspinner. Golfer, Besucher und Mitarbeiter sollten diesen aus gutem Grund meiden! Die Haare der Larven sind tückische Waffen: fein, mit Widerhaken versehen, mit reizender Flüssigkeit gefüllt. Ein paar Härchen alleine wären nicht schlimm, aber die Tiere sind sehr gesellig. Vor allem beim Wechsel der Larvenstadien – der Häutung – bilden sie große, weiße Gespinste an der Baumrinde der Eichen. Die wuscheligen Knäuel bleiben auch wenn die Raupen selbst schon weitergezogen sind. Flauschig sehen sie aus. Aber, Finger weg! Denn Abermillionen von Haaren stecken darin. Wer sie berührt oder einatmet, kann heftige Reaktionen erleiden. Wie stark jemand reagiert ist allerdings unterschiedlich. Die ersten Symptome entwickeln sich erst sechs bis acht Stunden nach dem Kontakt. Jucken, Hautrötungen, Pusteln, Schwindel, Fieber, Müdigkeit oder sogar Asthmaanfälle sind möglich. Im schlimmsten Fall kann es zum anaphylaktischen Schock kommen – der Kreislauf bricht zusammen, mit potentiell tödlichen Folgen. Auf jeden Fall ist der Besuch eines Arztes empfehlenswert. Meist werden Medikamente eingesetzt, welche die allergische Reaktion des Körpers gegen die Haare dämpfen. Die Symptome können zwei Tage oder sogar bis zu zwei Wochen andauern.


Eichen meiden?


Die Gefahr auf die Haare zu stoßen ist allerdings nicht überall gleich groß. Eichenprozessionsspinner brauchen Eichen. Hier legen die unauffälligen, braunen Schmetterlinge ihre Eier, hier entwickeln sich die Raupen. Träger der Brennhaare sind vor allem die älteren Larvenstadien, die von Mai bis Juni unterwegs sind. Auf der Suche nach Nahrung wandern die Raupen dicht aneinandergereiht – den Kopf am Hinterteil der Vordermanns – umher. Diese „Prozession“ ist auch der Grund für den Namen des Falters. Die Raupenschlange sieht zwar kurios aus, aber Golfer und Mitarbeiter sollten lieber einen großen Bogen um sie machen. Gerät man trotzdem mit der Kleidung in Kontakt: eine Wäsche bei 60 Grad zerstört die feinen Haare. Auf dem Gelände des GC St. Leon-Rot stehen über 200 Eichenbäume. Darunter befinden sich verschiedene Eichenarten: Traubeneiche, Stieleiche, Zerreiche, Ungarische Eiche, Kastanienblättrige Eiche und die Amerikanische Roteiche. Bis auf letztere Art kann bei allen anderen Eichenarten ein Befall mit dem Prozessionsspinner auftreten Zu Ihrer Sicherheit wird der Eichenbestand im Frühjahr mehrmals auf Raupenbefall kontrolliert. Kleinere Vorkommen werden vom Greenkeeper-Team entfernt. Bei größerem Befall rückt ein Schädlingsbekämpfer in Spezialkleidung an und entsorgt das Unheil.

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