Mehr über Golfboard

„Surf The Earth“ lautet daher der Marken-Claim der beiden Erfinder, Surflegende Laird Hamilton und sein Geschäftspartner Don Widman. Der Kalifornier Hamilton, 53, hat als Big Wave-Surfer Weltruhm erlangt, mehrfach ritt er auf Wellen von über 20 Metern Höhe und erreichte dabei Geschwindigkeiten von mehr als 80 km/h. Er wirkte als Surfer in mehreren Kinofilmen mit, und er war es auch, der als Stuntman James Bond „007“ in der Eingangssequenz von „Stirb an einem anderen Tag“ doubelte, als der Geheimagent Seiner Majestät vor der Küste Nordkoreas durch die Wellen ritt.

Auch als Geschäftsmann agiert Hamilton erfolgreich, indem er die Grundidee des Boardens in abgewandelter Form auf andere Sportarten überträgt, das aktuell sehr populäre Stand-up-Paddle-Boarding gilt mit als seine Idee. So kam er auch auf den Golfsport, ein aus seiner Sicht als Hobbygolfer perfektes Einsatzfeld für das Board: „Das Golfbord ist einfach optimal geeignet für den Einsatz auf den Platz. Es wird sich aufgrund seiner Funktion durchsetzen. Denn es macht Spaß, ist athletisch und einfach zu fahren“, erklärt Hamilton.

Kann jedermann damit fahren? Ja, sagt Hamilton, geeignet sei das Golfboard für Golfer aller Altersgruppen, Voraussetzung seien lediglich einige Testfahrten zur Eingewöhnung vor dem Einsatz auf der Runde. Dies bestätigt auch Manuel Funk, Leiter Service im GC St. Leon-Rot: „Wir bieten eine spezielle Einweisung auf dem Golfboard vor dem ersten Einsatz an, denn einfach so drauf los zu fahren empfehlen wir nicht. Aber mit ein wenig Geschick und Balancegefühl kommt man schnell damit zurecht.“

Keine Frage, die Golfboards sind trendige Tools und echte Hingucker, mit denen die Kalifornier auch den Golfsport ein wenig entstauben und dadurch vermehrt jüngere Nicht-Golfer auf die Fairways locken wollen. Aber auch eingefleischte Vielspieler hat man im Visier, denn das Golfboard steht für schnelle Runden. Mit Rundenzeiten von unter drei Stunden bei freier Bahn soll den weit verbreiteten 5-Stunden-Runden der Kampf angesagt werden. Praxistests von Golfmedien haben übereinstimmend ergeben, dass die Boards im Betrieb über 9 Löcher Golfcarts 20-30 Minuten abnehmen. Der Grund ist einleuchtend: Während Cartfahrer im Zickzack zu ihren Bällen fahren müssen, kann der Boarder sich auf seinen Ball konzentrieren.

Doch nicht nur von der Grundidee der Fortbewegung her, sondern auch technisch ist das Golfboard smart: Das stabile und gut gefederte Kunstoff-Board mit tiefem Schwerpunkt verfügt über Vierrad-Antrieb, mit einem jeweils eigenen Getriebe für Vorder- und Hinterräder. Somit gibt es auch bei Steigungen in hügeligerem Gelände kein Problem mit der Fahrstabilität. Die schmalen, speziell für den Golfplatzbetrieb entwickelten Reifen in Kombination mit dem geringen Gesamtgewicht des Boards von knapp 58 Kilogramm sorgen nicht nur für Laufruhe, sondern auch für den schönen Nebeneffekt, dass die Golfboards den Rasen um ca. 30 Prozent weniger verdichten und damit besser schonen als Golfcarts.

Die elektrische Power kommt von Lithium-Ionen-Batterien, die laut Hersteller auch bei Luxusautomobilen eingesetzt werden. Als Höchstgeschwindigkeit können knapp 20 km/h erreicht werden, das Tempo gesteuert wird mit einem Regler am Griff, der sich mit dem Daumen bedienen lässt. Ein Kippschalter erlaubt die Wahl zwischen einem höheren oder moderaten Fahrttempo (hier lassen sich höchstens 10 km/h erreichen), auch die Vorwärts- und Rückwärtsfahrt wird so eingestellt. Eine automatische Bremse sorgt für ein sicheres Parken, wenn der Spieler absteigt, das Board kann also auch an Steigungen nicht wegrollen. Das Golfbag, sofern man es als fortgeschrittener „Fairway-Surfer“ nicht auf dem Rücken schnallen will, wird vor dem Haltegriff mit einer speziellen Vorrichtung befestigt.

Weltweit werden die Golfboards in mittlerweile über 200 Golfclubs angeboten, darunter auch viele renommierte wie die Tournament Players Clubs der PGA Tour. In Europa zählen The Grove vor den Toren Londons, Los Naranjos bei Marbella und der Golf Club St. Leon-Rot zu den Vorreitern, die Golfboards anbieten.

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