Die Damen des Golf Club St. Leon-Rot haben ihre starke Saison beim Final Four im GC München-Riedhof mit dem Gewinn der Bronzemedaille beendet, die angestrebte Titelverteidigung jedoch verpasst. Nach einer dramatischen Halbfinalniederlage im Stechen gegen den späteren Deutschen Meister G&LC Berlin-Wannsee setzte sich das Team im Duell um Platz drei gegen den Stuttgarter GC Solitude durch. Die Herren des GC SLR konnten hingegen nicht in den Titelkampf eingreifen, nachdem ihnen die Teilnahme infolge eines Urteils des Landgerichts Wiesbaden verwehrt worden war.
Zum dritten und letzten Mal fand das Final Four, bei dem sich seit 2013 die jeweils beiden besten Teams aus der Bundesliga Nord und Süd an zwei Turniertagen um den Deutschen Mannschaftsmeistertitel duellieren, im GC München-Riedhof statt. Bereits vor dem Turnierstart musste der Golf Club St. Leon-Rot jedoch einen herben Rückschlag verkraften: Das Herrenteam, das sich als Sieger der 1. Bundesliga Süd für das Final Four qualifiziert hatte, erhielt nach einem Urteil des Landgerichts Wiesbaden am Freitagmorgen keine Starterlaubnis und musste wieder abreisen. Damit lagen die Hoffnungen des Clubs bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften ausschließlich auf der Damenmannschaft.
GC SLR Damen verpassen Finale in dramatischem Stechen
Die Damen des Team SLR um Cheftrainer Sebastian Buhl, die mit vier von fünf möglichen Tagessiegen in der 1. Bundesliga Süd eine starke Saison mit der Titelverteidigung krönen wollten, trafen im Halbfinale auf den G&LC Berlin-Wannsee – und zunächst schien die Mission Titelverteidigung ganz nach Plan zu verlaufen. Nach zwei Siegen in den morgendlichen Vierern durch die Duos Sofia Maier-Borst mit Yoo Jin Bae und Tessa Kremser mit Paula Schulz-Hanßen, ging das Team SLR mit einem 2:1 Vorsprung in die entscheidenden Einzel am Samstagnachmittag. Dort entwickelten sich hochklassige und packende Duelle mit zunächst leichten Vorteilen für den amtierenden Deutschen Meister, ehe ein aufziehendes Gewitter am Samstagabend für die Vertagung der Entscheidung sorgte.
Nach der Fortsetzung am frühen Sonntagmorgen kippte dann jedoch das Momentum zugunsten der Berlinerinnen. Am Ende stand ein 4,5:4,5-Unentschieden fest, sodass die Entscheidung im Stechen fallen musste. Dort setzte sich der spätere Deutsche Meister G&LC Berlin-Wannsee durch und zog ins Finale ein.
Klarer Sieg im Spiel um Bronze
Im kleinen Finale kam es zur Neuauflage des Endspiels aus dem Vorjahr und damit zum Süd-Duell mit dem Stuttgarter GC Solitude. Bereits während der Saison waren sich beide Teams mehrfach in der 1. Bundesliga Süd begegnet und hatten sich enge Duelle geliefert. Trotz der großen Enttäuschung über das verpasste Finale zeigte das Team von Cheftrainer Sebastian Buhl eine beeindruckende Reaktion und knüpfte im Spiel um Bronze nahtlos an die zuvor gezeigten starken Leistungen an. In den aufgrund des engen Zeitplans auf neun Löcher verkürzten Vierern präsentierte sich das Team von Beginn an äußerst konzentriert und sicherte sich alle drei Begegnungen zur souveränen 3:0-Führung.
Mit diesem komfortablen Vorsprung im Rücken, ließ das Team SLR auch in den folgenden Einzeln keine Zweifel am Sieg aufkommen. Yoo Jin Bae, Paula Schulz-Hanßen und Tessa Kremser sorgten mit ihren klaren Siegen frühzeitig für die Entscheidung. Sofia Maier-Borst und Laetitia Leisinger steuerten jeweils halbe Punkte bei und machten den überzeugenden 7:2-Erfolg sowie den Gewinn der Bronzemedaille perfekt.
„Sportlich sind wir klar hinter unserem Ziel zurückgeblieben, den Titel zu verteidigen”, erklärte Cheftrainer Sebastian Buhl im Rahmen der Siegerehrung. „Trotzdem nehmen wir aus dem Turnier wichtige Erkenntnisse mit, die uns helfen werden, das Team weiterzuentwickeln und in Zukunft noch besser auf solche Situationen vorbereitet zu sein. An dieser Stelle möchten wir auch dem neuen Meister Berlin herzlich zum Titel gratulieren – eine starke Leistung und absolut verdient!”
Final Four Team Damen
Yoo Jin Bae, Anni Eisenhut, Stella Jelinek, Tessa Kremser, Laetitia Leisinger, Sofia Maier-Borst, Isabelle Schlick, Lotte Schuhr, Paula Schulz-Hanßen




