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Leonie Harm gewinnt Amundi German Masters

Leonie Harm hat beim Amundi German Masters powered by VcG ihren ersten Titel auf der Ladies European Tour gewonnen.

©LET/Tristan Jones

Leonie Harm hat beim Amundi German Masters powered by VcG ihren ersten Titel auf der Ladies European Tour gewonnen. Nach einem Platzrekord zum Auftakt blieb die Athletin des Golf Club St. Leon‑Rot dank solider Leistungen in den folgenden Runden stets in Schlagdistanz und startete von Rang vier in die Finalrunde. Mit einem beeindruckenden Schlussspurt setzte sich Harm schließlich mit dem letzten Putt und einem Gesamtergebnis von -10 an die Spitze des Teilnehmerfeldes.

Der Start ins Turnier hätte für Harm kaum besser verlaufen können. Am Donnerstag präsentierte sich die 28‑Jährige aus dem Tour Team SLR in absoluter Topform und setzte sich mit einer fehlerfreien 65 (-8) und neuem Platzrekord vor einer starken Konkurrenz, u.a. um Olympia‑Silbermedaillengewinnerin Esther Henseleit, an die Spitze. Besonders bemerkenswert: Die Turnierwoche hatte alles andere als ideal begonnen. Harm reiste am Dienstagmorgen direkt vom US Women’s Open Qualifier in London nach Hamburg – allerdings ohne ihr Golfgepäck. Die verspätete Ankunft der Schläger machte eine geplante Proberunde unmöglich.

Auf Traumstart folgt ein Sieger-Comeback

In den beiden folgenden Runden konnte Harm ihr herausragendes Auftaktniveau nicht ganz halten. Davon ließ Leonie Harm sich jedoch nicht aus dem Konzept bringen, blieb geduldig und vertraute ihrem Spiel. Dank ihrer stabilen Grundform und kämpferischen Einstellung hielt sie so trotz der schwierigen Bedingungen den Anschluss an die Spitze – letztendlich ein entscheidender Schlüssel zum Erfolg.

Als es am Sonntag dann ernst wurde, lieferte Harm ihr Meisterstück ab. Nach einem soliden Start mit sechs Pars und einem Bogey, zündete sie auf den Schlussbahnen ein Birdie‑Feuerwerk: Mit fünf Birdies und einer bogeyfreien Back Nine überholte sie die lange führende Südafrikanerin Casandra Alexander mit dem entscheidenden letzten Putt aus drei Metern, der ihr unter tosendem Jubel den ersten LET‑Titel ihrer Karriere bescherte.

Ein besonderer Triumph auf heimischem Boden

Mit diesem Sieg schreibt Leonie Harm, die sich nach zwei schwierigeren Jahren in der letzten Saison wieder in der Tourspitze etablierte, ihre persönliche Comeback‑Story eindrucksvoll fort und reiht sich als erst zweite Deutsche nach Alexandra Försterling (2024) in die Liste der Siegerinnen beim Heimturnier ein. 

Entsprechend emotional äußerte sich Leonie Harm nach dem Triumph: „Bei einem Turnier in Deutschland so gutes Golf abrufen zu können, ist natürlich unglaublich – und dass, nachdem ich zu Beginn der Woche beim PGA Qualifier mit gefühlt jedem Putt die Lochkante rasiert und am Ende wegen eines Schlags die US Open verpasst hatte. Besonders stolz bin ich, dass ich gerade auf den Bahnen 14 bis 18 bogeyfrei geblieben bin und die entscheidenden Putts fielen, nachdem es im Vorjahr auf eben jenen Bahnen richtig unglücklich für mich gelaufen ist. Meinen ersten Sieg dann auch noch in Deutschland vor so vielen Zuschauern feiern zu dürfen, ist einfach ein großartiges Gefühl.“

Große Freude im Golf Club St. Leon-Rot

Ähnlich äußerte sich auch GC SLR Geschäftsführer Moritz Lampert, der früher selbst als Golfer auf der Profi-Tour unterwegs war: „Wir sind unheimlich stolz auf Leonies Leistung und ihren ersten Sieg auf der Ladies European Tour. Leonie zeichnet sich durch ein beeindruckendes Durchhaltevermögen, Ehrgeiz und Zielstrebigkeit aus. Das hat sie an diesem Wochenende eindrucksvoll unterstrichen und wir freuen uns auf die weiteren Turniere, bei denen sie mit ihrer starken Form weiter angreifen wird.“

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